{"id":29,"date":"2008-05-20T00:06:00","date_gmt":"2008-05-19T23:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zwei-meinungen.de\/?p=29"},"modified":"2008-05-20T00:17:08","modified_gmt":"2008-05-19T23:17:08","slug":"baderpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zwei-meinungen.de\/?p=29","title":{"rendered":"B\u00e4derpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Dieses Wort &#8211; B\u00e4derpolitik &#8211; treibt mir als geb\u00fcrtigem Essener einen mehr als kalten Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Wer schonmal auf die Schwimmb\u00e4der der Stadt geschaut, oder meinen Artikel \u00fcber die Sportpolitik gelesen hat, ist sich hoffentlich im Klaren dar\u00fcber, dass es mit der B\u00e4derpolitik oder besser allgemein Erlebnispolitik in Essen nicht gut bestellt ist. Einen gro\u00dfen Fehler scheint man zwar eingesehen zu haben, aber hat man auch daraus gelernt?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>So hat die Stadt Essen mitlerweile wirklich zugegeben, dass es ein Fehler war, dass N\u00f6ggerathbad aufzugeben und statt dessen die Oase (eines der gr\u00f6\u00dften Millionengr\u00e4ber der Stadt), mit einem Aussenbecken auszustatten. F\u00fcr diese Geschichte hatte man dem Betreiber RuWa Dellwig seinerzeit 3 Millionen Mark, von denen, wie k\u00f6nnte es in Essen anders sein, nur ein Bruchteil bisher ausgezahlt wurde, zugesagt. Dies sollte f\u00fcr die Sanierung des Freibades Hesse verwendet werden.<\/p>\n<p>Das Bauland, dass gewonnen wurde, ist mitlerweile zu sage und schreibe 30% vermarktet und das Bad bereits nur noch eine Erinnerung. die h\u00f6chstens noch durch die K\u00f6pfe einiger Studenten oder \u00e4lteren Semester kreist. Die Oase soll laut neusten Erkenntnissen weichen, da man sich wie erw\u00e4hnt eingestehen musste, einen dicken Fehler begangen zu haben. Immerhin \u00fcbersteigen die Einnahmen des Areals endlich die Ausgaben.<\/p>\n<p>Bis hier habe ich die aktuellen Informationen einfach mal aus dem Portal von &#8222;Der Westen&#8220; \u00fcbernommen.<br \/>\nNun werden wir etwas pers\u00f6nlicher &#8211; schliesslich geht es um meine Heimat! Hesse soll bekannterma\u00dfen auch geschlossen werden, da es so bauf\u00e4llig ist. Wenn ich nun also lese, dass von den zugesagten 1,5 Mio \u20ac nur ein verschwindend geringer Teil angekommen ist und Hesse geschlossen werden soll, weil es so lang nicht saniert wurde, dann kommt mir im wahrsten Sinne des Wortes die Galle hoch&#8230;<\/p>\n<p>Die Essener Politik macht Fehler und die B\u00fcrger sollen darunter leiden. Wenn man nach der Schuldfrage f\u00fcr den Zustand Hesses entschiede, m\u00fcsste die damalige Regierung die Sanierung aus den eigenen Parteikassen zahlen (welche mit Sicherheit f\u00fcr drei B\u00e4der reichten). Aber, da man sich zwar die Fehler eingesteht, sich aber dennoch nicht im klaren dar\u00fcber ist, kurz davor zu stehen den selben Fehler erneut zu begehen &#8211; schliesslich will man ein Bad schliessen mit dem Gedanken:&#8220;die Besucher haben doch diverse Ausweichm\u00f6glichkeiten&#8220; &#8211; wird man einen Teufel tun, auch nur ansatzweise daf\u00fcr geradezustehen.<\/p>\n<p>Ich habe ein wenig Angst um meine Heimat, denn der &#8222;Tod&#8220; des Bades h\u00e4tte, von den Politikern scheinbar nicht geahnte Auswirkungen. Hesse ist definitiv der letzte Ort in Borbeck, an dem sich wirklich viele Menschen im Sommer am\u00fcsieren k\u00f6nnen. Insbesondere Jugendliche, welche sonst auf der Strasse rumlungerten und Leute anp\u00f6beln w\u00fcrden. So erlebt in Dortmund Scharnhorst, einem der sozialen Brennpunkte Dortmunds, in dem es eben nichts zu erleben gibt.<\/p>\n<p>Mein Aufruf daher, liebe Politiker, denkt nicht nur an die g\u00fcnstigste M\u00f6glichkeit &#8211; die nunmal eine Schliesslung von zahlreichen B\u00e4dern ist &#8211; sondern denkt auch mal dar\u00fcber nach, was mit einem Stadtteil passiert, wenn es dort keine Freizeitangebote mehr gibt. Zugleich: Liebe Essener, gebt euch nicht kampflos geschlagen. W\u00e4re ich noch B\u00fcrger dieser Stadt, ich w\u00fcrde alles daf\u00fcr tun, Hesse zu erhalten.<\/p>\n<p>Nicht aus Jugendromantik, nein! Einfach nur aus Angst um meine Heimat!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Wort &#8211; B\u00e4derpolitik &#8211; treibt mir als geb\u00fcrtigem Essener einen mehr als kalten Schauer \u00fcber den R\u00fccken. 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